Heuschwaden

Heu und Stroh

Diese beiden Felderzeugnisse dienen auf dem Querenhof nicht nur der eigenen Tierhaltung, sondern sind auch Verkaufsprodukte. Da die
betriebseigene Tierhaltung nicht so groß ist, verbleiben wesentliche Mengen der Futtererzeugung für den Verkauf.

Gleiches gilt auch das Getreide: Neben der Körnerernte wird auch das für die Einstreu der eigenen Tiere und die Strohdüngung nicht
benötigte Stroh in der Regel ab Feld in Rund- oder Quaderballen verkauft.

Das Heu wird meist zu Rundballen
gepresst und dann eingelagert.

Hierfür ist absolute Trockenheit
des Erntegutes zwingend
notwendig (max 15% Wassergehalt).
Um das zu erreichen, braucht man
einige Tage zusammenhängend
trockenes Wetter.
Das klappt nicht immer. Wenn der
erforderliche Trocknungsgrad nicht
erreicht werden kann, wird das Futter
zu Silageballen gepresst und mit
Folie umwickelt.

Heu pressen

Hier wird ein alter Heuturm für die
Unterdach-Lagerung der Heuballen genutzt.

Als diese Anlage noch funktionsfähig war,
wurde das Heu lose eingefahren und mit
einem starken Gebläse abgeladen, sowie
automatisch verteilt.
Das Dach konnte man an den Masten dem
Befüllgrad entsprechend hochfahren.
Die Blechpatten unter dem Dach und in der Turmmitte eine große korkenähnliche Holz-
konstruktion formten den Heuturm, der
durch den Mittelkanal mit einem Trocknungs-
gebläse belüftet werden konnte.
Deshalb musste hier das Heu nicht ganz
trocken sein und man hatte nur geringe
Bröckelverluste, besonders bei Luzerne und
Klee.

Bei dem heutigen Ernteverfahren mit Rund
ballen ist man auf den Trockengrad bezogen
nicht mehr so flexibel, dafür aber in der
Stundenleistung viel schlagkräftiger.

Heuturm

Auch das ist eine gute Lagermöglichkeit für
Heu- und Strohrundballen:
Als Unterlage gegen aufsteigende Boden-
feuchte dienen alte Autoreifen.
Der Stapel ist mit Vlies abgedeckt, das
eventuelle Verdunstungsfeuchtigkeit
durchlässt, bei richtiger Form des Stapels dagegen Regenwasser zuverlässig abhält.

Gegen das Abdecken durch Wind und Sturm
reichen wenige Seile mit daran hängenden
Beschwerungen, hier etwas schwerere
Autoreifen.

Rundballen Heu
Silageballen

Bei einer Partie hat es im letzten Jahr für Heu
nicht gereicht.

Das Futter wird dann zu Silageballen
gepresst. Diese unterscheiden sich von
Heuballen nicht nur durch den höheren
Feuchtigkeitsgehalt, sondern sind auch
meist etwas kleiner mit einem Durchmesser
von max. 1,35 m. Sonst werden die Ballen
zu schwer und sind nicht gut zu händeln.
Im Gegensatz zu Heu wird das Futter auf
5-15 cm Länge geschnitten.
Dadurch lassen sich die Ballen besser verdichten
und der Gärverlauf ist besser. Außerdem
lassen sie sich später auch viel besser wieder
auseinandernehmen.

Die Ballen werden von den verschiedenen
Feldern an eine geeignete Stelle zusammen
gefahren und dort mit einer Wickelmaschine
mit Folie mehrlagig nahezu luftdicht umhüllt.
Mit Radlader oder Schlepper mit angebauter
Ballenzange werden sie dann gestapelt.

Das Stroh für Ballen wird vom Mähdrescher in
Schwaden abgelegt und kann in der Regel
schon am folgenden Tag gepresst werden.
Es ist ja bereits trocken.
Nur wenn es Grünzeug durch Unkrautbesatz
oder von Untersaaten enthält, braucht es
noch Zeit zum Trocknen.

Meist werden Rundballen gemacht, da diese
im gepressten Zustand auch mal einen Regen-
guss ohne Qualitätsminderung vertragen.
So ist der Zeitpunkt der Einbringung flexibler
zu gestalten.

Für spezielle Zwecke werden auch Groß-
packen, also Quaderballen gemacht.

Stroh